Marktstruktur im Wandel: Die Evaluierung des GlüStV 2021 im Jahr 2026 rückt näher
Jakob Carter · Aug 16, 2026

Marktstruktur im Wandel: Die Evaluierung des GlüStV 2021 im Jahr 2026 rückt näher

Die umfassende Evaluierung des GlüStV 2021 steht im Jahr 2026 an und untersucht die Struktur des regulierten Glücksspielmarktes in Deutschland, wobei Online-Casino-Tischspiele wie Roulette und Blackjack im Mittelpunkt stehen, während die Prüfung auch die Lizenzvergabe durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder erfasst.
Struktur des regulierten Marktes und Lizenzvergabe
Der regulierte Markt umfasst derzeit etwa 38 lizenzierte Anbieter, die GGL-Daten zum Jahresende 2025 zufolge auf einer Whitelist geführt werden, und diese Anbieter müssen strenge Anforderungen an Spielerschutz sowie an die technische Infrastruktur erfüllen, während die Genehmigungsverfahren für Casino-Spiele oft mehrere Monate in Anspruch nehmen. Die Lizenzierung erfolgt bundesweit durch die GGL, doch die Umsetzung variiert je nach Bundesland, was zu einer fragmentierten Landschaft führt, in der Anbieter für Tischspiele zusätzliche landesspezifische Auflagen beachten müssen.
Herausforderungen durch fragmentierte Verfahren und hohe Kosten
Die Genehmigungsprozesse für Online-Casino-Tischspiele ziehen sich häufig über längere Zeiträume hin, und die damit verbundenen Compliance-Kosten belasten kleinere Anbieter besonders stark, sodass eine Konsolidierung des Marktes beobachtet wird, bei der größere Unternehmen ihre Position ausbauen, während neue Marktteilnehmer höhere Hürden überwinden müssen. Daten zeigen ein moderates Wachstum des Bruttospielertrags auf rund 14,4 Milliarden Euro im Jahr 2024, und diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit der Regulierung, die den legalen Markt stärken soll, doch gleichzeitig Risiken birgt, wenn die strengen Vorgaben den Wettbewerb mit dem Schwarzmarkt erschweren.
Bewertung der Spielerlenkung und Marktrisiken
Im Rahmen der Evaluierung 2026 prüfen Experten, ob das Lizenzsystem eine wirksame Kanalisierung der Spieler in den regulierten Bereich ermöglicht oder ob es den legalen Markt gegenüber illegalen Angeboten schwächt, und dabei fließen Aspekte wie Einzahlungslimits sowie technische Sicherheitsstandards ein, während die GGL ihre eigene Analyse der Whitelist als Grundlage heranzieht. GGL-Daten verdeutlichen, dass die Zahl der lizenzierten Anbieter stabil bei etwa 38 liegt, und diese Zahlen dienen als Ausgangspunkt für die Bewertung, wie effektiv die Regulierung den Zugang zu legalen Angeboten steuert.

Die Prüfung berücksichtigt auch, wie sich die fragmentierte Lizenzstruktur auf die Verfügbarkeit von Spielen wie Roulette und Blackjack auswirkt, und Beobachter stellen fest, dass längere Genehmigungszeiten dazu führen können, dass Anbieter ihre Produktportfolios anpassen, während hohe Compliance-Aufwendungen die Rentabilität beeinflussen. Im August 2026 werden voraussichtlich erste Ergebnisse der Evaluierung vorliegen, und diese Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, ob Anpassungen am GlüStV 2021 erforderlich sind, um den legalen Markt weiter zu festigen.
Auswirkungen auf Anbieter und Spieler
Anbieter sehen sich mit der Notwendigkeit konfrontiert, umfangreiche Dokumentationen einzureichen und regelmäßige Audits zu durchlaufen, und diese Anforderungen tragen dazu bei, dass der Markt sich konsolidiert, während Spieler von klaren Sicherheitsstandards profitieren, die durch die GGL überwacht werden. Die Evaluierung untersucht zudem, inwieweit die aktuellen Regelungen eine effektive Spielerlenkung unterstützen, und dabei werden sowohl positive Effekte wie reduzierte Schwarzmarktanteile als auch potenzielle Schwächen bei der Marktdurchdringung beleuchtet.
Schlussfolgerung
Die bevorstehende Evaluierung des GlüStV 2021 liefert eine Grundlage für fundierte Entscheidungen zur Weiterentwicklung des regulierten Glücksspielmarktes, und sie integriert Daten zu Lizenzstrukturen, Wachstumsraten sowie Herausforderungen durch fragmentierte Verfahren, sodass zukünftige Anpassungen auf nachvollziehbaren Fakten beruhen können.